Die Landtagsabgeordnete Myriam Atz Tammerle, fordert die Landesregierung auf, zusammen mit den Interessensvertretern die Richtlinien sämtlicher Abgaben der Beherbergungsbetriebe im Tourismusbereich zu überarbeiten, um eine gerechte und einheitliche Regelung für alle Beherbergungsbetriebe in Süd-Tirol einzuführen.

Derzeit sind die Tourismusbetriebe in Süd-Tirol aufgrund der eingeführten IMU bzw. GIS, sowie den staatlichen Steuerbelastungen großen finanziellen Belastungen ausgesetzt. Besonders für Klein- und Mittelbetriebe ist die derzeitige finanzielle Last für ein zukünftiges Weiterbestehen besorgniserregend. Die Gewinnspanne hat längst die Minimumsgrenze erreicht. Der hohe bürokratische Aufwand erschwert es zudem, sich auf die wesentliche Arbeit zu konzentrieren.

In Süd-Tirol gibt es zusätzlich Betriebe wie Jugendherbergen, Urlaube auf dem Bauernhof und Bildungshäuser, die auch Beherbergungsmöglichkeiten bieten. Diese bieten neben Zimmer mit Frühstück auch die Möglichkeit auf Halbpension an.
Wenn man die Preise vergleicht, die in den Jugendherbergen, den Bildungshäusern und den Bauernhöfen vergleicht, erkennt man, dass sie gleichviel Geld für die Nächtigung mit Frühstück bzw. mit Halbpension verlangen, wie Betriebe mit ein bis zwei Sternen. Somit werden dieselben Dienste zum selben Preis angeboten, unterliegen jedoch nicht denselben Bestimmungen und Abgaben. Diese Ungleichbehandlung führt bei sehr vielen Tourismustreibenden zu Unmut.

Dieser Unmut ließe sich beheben, wenn für alle die gleichen Richtlinien gelten würden, indem die Richtlinien sämtlicher „Tourismus“ -Abgaben der Beherbergungsbetriebe überarbeitet würden, um eine gerechte und einheitliche Regelung bzw. Berechnung für alle Beherbergungsbetriebe in Süd-Tirol einzuführen.

Myriam Atz Tammerle