Die Frauengruppe der Süd-Tiroler Freiheit macht anlässlich des Tags der Frau am 8. März darauf aufmerksam, dass es im Bereich der Gleichberechtigung von Frauen noch viel zu tun gibt.

Frauen erhalten bei gleicher Arbeit durchschnittlich 17% weniger Lohn und Frauen sind aufgrund niedrigerer Renten öfter von Altersarmut betroffen als Männer.

Im Unterschied zu frauenfreundlichen Staaten wie Österreich und Deutschland wird in Italien, und damit auch in Süd-Tirol, die Elternzeit nicht für die Rente anerkannt. Letztlich sei noch auf die hohe Anzahl von Frauen, die körperliche oder psychische Gewalt erfahren haben, hinzuweisen. Dies sind nur einige von vielen Bereichen, in denen Frauen nicht gleichberechtigt behandelt werden.

Auf diese Themen haben die Frauen der Süd-Tiroler Freiheit in den letzten Jahren immer wieder hingewiesen und von der Landesregierung entsprechende Maßnahmen gefordert. Doch leider mahlen die politischen Mühlen sehr langsam und es bewegt sich wenig, um den beruflichen, sozialen und wirtschaftlichen Status von Frauen zu verbessern. Dies würde die Anerkennung und den Wert der Frauen in unserer Gesellschaft beträchtlich aufwerten.

Die Frauen der Süd-Tiroler Freiheit fordern die Landesregierung auf, nun endlich aufs Gaspedal zu drücken, die gesetzlichen Voraussetzungen für die Anerkennung der Elternzeit für die Rente zu schaffen und die Grundlöhne der Frauen jenen der Männer anzugleichen. Dadurch würde auch die Altersarmut bei Frauen verringert.

Es ist zum Schämen, dass Frauen im Jahre 2018 in Europa noch immer nicht gesellschaftlich-sozial-ökonomisch gleichwertig, sondern als schwächeres und sogar zweitklassiges Geschlecht behandelt werden.

 

Myriam Atz Tammerle
Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit