Das Ortsschild von Verdins, welches erst vor kurzem von der Gemeinde Schenna ausgetauscht wurde, ist über Nacht mit schwarzer Sprühfarbe beschmiert worden. Anscheinend haben manche noch nicht verstanden, dass es sich hier um eine Richtigstellung handelt. Einzig der Name Verdins ist offiziell gültig. Die Bezeichnung „Verdines“ wurde bislang irrtümlicherweise für die Fraktion Verdins verwendet. Für die Verwendung von „Verdines“ gibt es in der Gemeinde Schenna keine gesetzliche Grundlage und darf somit rechtlich gar nicht verwendet werden.  Was es nicht gibt, kann auch nicht abgeschafft werden, somit ist dies auch nicht als Angriff auf die Italiener zu verstehen.

Die Schmierereien des Schildes drücken die zwanghafte Beibehaltung von erfundenem, tolomeischen Unrecht aus. Dies zeigt wie wenig Verständnis für das wahre  und unverfälschte Südtirol entgegengebracht wird. Dieser Gewaltakt, dass dieses Schild beschädigt wurde, kann als kleiner Vorgeschmack auf die bevorstehende Ortsnamenlösung in Südtirol gesehen werden. Selbst gesetzlich und historisch fundierte Rechtmäßigkeiten in Südtirol werden nicht leicht akzeptiert. Umsowichtiger ist es in Südtirol die historische Ortsnamenlösung  anzuwenden. Nur diese bringt die notwendigen Voraussetzungen mit, welche ausreichen, um Widerständen wie diesen standzuhalten.

Verdins ist nicht Verdines. Der Name Verdins ist historisch gewachsen und gehört genauso unverfälscht zu Südtirol, wie die Berge zu diesem Land.

Myriam Atz Tammerle