Die Errichtung eines Grenzzaunes am Brenner hätte sowohl für den Tourismus, wie auch für die gesamte Wirtschaftsbranche verheerende Folgen.

Ein Grenzzaun am Brenner bedeutet die Wiedereinführung von Grenzkontrollen, unabhängig ob in Richtung Norden oder vom Norden Richtung Süd-Tirol. Jeder und Jede würde an der Brennergrenze strengstens überprüft werden, Touristen genauso wie Handelsleute und Frächter. Unendliche Autostaus werden die Folge sein. Die Grenzkontrollen und die Folgen davon wären ein enormer Rückschritt für Süd-Tirol. Auf Grund des Grenzzaunes und der Personenkontrollen werden sich Tausende von Flüchtlingen quer durchs ganze Land aufstauen.

Die daraus resultierenden Auswirkungen werden große Einbußen im Wirtschaftssektor, sowie im Tourismus in Süd-Tirol sein. Haarsträubend die Vorstellung, dass dies vielen Süd-Tirolern ihre Lebensexistenz kosten könnte.

Ein verantwortungsbewusster Landeshauptmann und eine weitsichtige Landesregierung würden alles in ihrer Macht stehende unternehmen, um einen derart folgeschweren Rückschritt mit existenzbedrohlichen Auswirkungen auf die Bevölkerung von Süd-Tirol zu verhindern. Solange die SVP ihre Politik jedoch nur mehr Richtung Rom ausrichtet, darf es nicht verwundern, dass die Anliegen Süd-Tirols in Österreich eine immer geringere Rolle einnehmen. Es bleibt zu hoffen, dass die SVP aus diesen Fehler nun endlich lernt und die Verbindungen zu Österreich wieder verstärkt.

Jahrelang wurde die Existenz der Tirol-trennenden Brennergrenze verleugnet. Wie real diese Grenze nach wie vor ist, wird jetzt sichtbar.

 

L.- Abg. Myriam Atz Tammerle