Myriam Atz Tammerle, die Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT gibt zu bedenken: „Wer sagt denn, dass die Süd-Tiroler überhaupt eine Überarbeitung der Autonomie und somit den Verblieb bei Italien wollen? Sie wurden nicht einmal gefragt, ob sie das Recht auf Selbstbestimmung ausüben wollen. Zuallererst müsste schon diese Grundsatzfrage geklärt werden.“

Vor diesem Hintergrund sei ein Konvent zur Überarbeitung der Autonomie abzulehnen, denn dieser Konvent bedeute weiterhin den Verbleib bei Italien. Für die Loslösung Süd-Tirols von Italien werde nämlich nichts übernommen.

Myriam Atz Tammerle, warnt davor, an der Autonomie herumzufeilen, da man damit Gefahr laufe, diese zu verschlechtern. Zu Beginn der Autonomie sei Südtirol weitaus schlechter da gestanden als heute. Doch seien sich die verantwortlichen Politiker von damals über den Kern, den es zu schützen gilt, viel bewusster gewesen als heute. Dieses Bewusstsein drohe, so Atz Tammerle, heutzutage mehr und mehr zu verwässern, und daher sei man allzu leichtfertig bereit, wichtige Errungenschaften der Autonomie wie die muttersprachliche Schule oder den ethnischen Proporz aufs Spiel zu setzen.

Ein Konvent, der sich zudem nur auf Süd-Tirol beziehe, sei rückwärtsgewandt und nicht zeitgemäß. Vielmehr gelte es, einen Gesamt-Tiroler Konvent oder einen Konvent auf europäischer Ebene einzurichten. Es sollte darum gehen, über den eigenen provinziellen Tellerrand hinauszublicken und die innertirolischen Grenzen zu überwinden. Die Welt hört nämlich nicht am Brenner auf!

Atz Tammerle abschließend: „Wir Süd-Tiroler sind nicht allein. Es gibt auch andere Minderheiten in Europa, die man, gemeinsam mit Experten, über die Europäische Freie Allianz (EFA) einbeziehen könnte.“

L.-Abg. Myriam Atz Tammerle