Bereits im April 2017, wollte die Süd-Tiroler Freiheit anhand einer Landtagsanfrage erfahren, wie hoch der jährliche Betrag von Wohn- und Mietgeldern von 2012 bis heute, aufgeschlüsselt nach EU-Bürger, Nicht-EU-Bürger und italienische Staatsbürger, war. Die erhaltene Antwort der zuständigen Landesrätin fiel „auffallend ungenau“ aus. – Warum gewährt die Landesregierung den Fragestellern hierzu keinen detaillierten Einblick? – Dies veranlasste die Süd-Tiroler Freiheit dazu, sich die Daten über einen anderen Weg aushändigen zu lassen. Die erhaltenen Daten sorgen durchaus für Aufsehen!

Die Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt bezahlte im Jahr 2016 8,72 Millionen Euro an Wohn- und Mietgeld aus. Etwas weniger als die Hälfte dieser Summe, nämlich 4,16 Millionen Euro ging an Ausländer, welche derzeit in Süd-Tirol ihren Wohnsitz haben. Einer Nicht-EU-Familie wurden im vergangenen Jahr sogar mehr als 7.000 Euro an Wohn- und Mietgeld ausbezahlt. Pro Ausländerfamilie werden durchschnittlich 3.800 Euro ausbezahlt, während Süd-Tiroler Familien 2.600 Euro ausbezahlt werden. Dies sind rund ein 1/3 mehr als an Süd-Tiroler Antragstellern ausbezahlt werden.

Die Daten wurden dem Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit, Dietmar Weithaler, auf eine entsprechende Anfrage an die Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt ausgehändigt und heute im Rahmen einer Pressekonferenz in Meran vorgestellt.

Aus den Daten geht auch hervor, dass das Wohn- und Mietgeld im Vergleich zum Vorjahr (2015) um 400.000 Euro angestiegen ist, obwohl die Anzahl der Gesuchsteller mit 2.870 bzw. 2873 Personen unverändert geblieben ist. Während die Anzahl der Süd-Tiroler Antragsteller leicht (40 Personen) gesunken ist, ist die Anzahl der ausländischen Gesuchsteller um 43 Personen anstiegen. Zahlenmäßig profitieren im Burggrafenamt rund 1.800 Süd-Tiroler vom Wohngeld, während es bei den Ausländern „nur“ rund 1100 Betreute sind. Der Ausländeranteil im Bezirk Burggrafenamt beträgt 9,7%.

Die Antragsteller des Wohn- und Mietgeldes kommen aus 62 Nationen. 9 Staaten zählen zu Lateinamerika, 10 Staaten gehören zu Asien, 10 sind Balkanstaaten, 11 sind ehemalige Oststaaten, 15 sind Afrikanische Staaten. Die größte Gruppe 2016 waren Albaner mit 169 Betreuten, Marokkaner mit 103, Kosovaren mit 98, Mazedonier mit 92 und Pakistani mit 60 Betreuten. Diese 5 Staaten stellen mit 522 Personen von 1091 Ausländer knapp die Hälfte aller Antragsteller. Ähnlich ist es bei der Summe der Beiträge: Von 4.167.003,92 Beitragssumme erhalten diese 5 Staaten 2.099.002,40 Euro. Insgesamt haben acht Personen um 7.000 Euro Beiträge (alleine für Wohn- und Mietgeld) gezählt (Zusätzliche und sonstige Unterstützungen nicht berücksichtigt).

Die Landtagsabgeordnete Myriam Atz-Tammerle erläuterte bei der Pressekonferenz folgende Alternativvorschläge: Die Süd-Tiroler Freiheit spricht sich dafür aus, dass zukünftig ein Teil der Sozialhilfe in Form von Einkaufs-Gutscheinen oder einer aufladbaren Geltkarte ausbezahlt wird, welche bei heimischen Betrieben eingelöst werden können, damit diese zweckgebunden wieder der heimischen Wirtschaft zugute kommt.

 

Myriam Atz Tammerle
Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit

Dietmar Weithaler
Bezirkssprecher der Süd-Tiroler Freiheit im Burggrafenamt

Christoph Mitterhofer
Gemeinderat in Meran