Wir Südtiroler dürfen jetzt in der Wirtschaftskrise von Italien nicht nur auf morgen denken, sondern vor allem wie es mit Südtirol in 10 oder 20 Jahren wirtschaftlich aussieht. Italien hat seit Jahrzehnten schlecht gewirtschaftet und wird es auch in Zukunft nicht lernen.

Und was wird aus uns – was wird aus Südtirol?
Wie viele Jahre werden wir uns Krankenhausaufenthalte zur Gänze selbst bezahlen müssen, wie lange werden unsere Straßen in schlechtem Zustand sein und unsere Autos deswegen kaputtgehen? Aber das Geld fehlt. Wann werden wir wieder „normal“ leben können? Noch ist alles halb so schlimm, so richtig schwierig wird es erst nach der Krise, denn wer einmal pleitegeht, dem vertraut man nicht mehr! Also wird es Italien wirtschaftlich wohl 20, 30 oder gar 50 Jahre schlecht gehen – sauschlecht.

Wollen wir Süd-Tiroler das wirklich Jahrzehnte lang für Italien büßen? Obwohl wir einen anderen, besseren Weg gehen könnten? Italien ist ein Fass ohne Boden – der Norden, ganz besonders Süd-Tirol, muss zahlen und leiden, und der Süden Italiens verpulvert unser Geld. Das ist doch glatter Selbstmord. Deshalb müssen wir, und vor allem unsere politischen Führungskräfte, jetzt schon anfangen unser eigenes Fass zu erbauen, das wir dann für uns selbst auffüllen. Es gibt nur einen Weg diesem Jahrzehnte lang andauernden Missstand zu entgehen: Los von Italien.

Leserbrief von
Myriam Atz Tammerle
Schenna