Der SÜDTIROLER FREIHEIT ist es gelungen den faschistischen Ortsnamen „Verdines“ abzuschaffen, nunmehr gilt einzig der historisch korrekte Name Verdins. Der Ortsname Verdins in Schenna wurde wahrscheinlich auf Betreiben des faschistischen Podestà in ein pseudoitalienisches „Verdines“ übersetzt, ist jedoch nie im Prontuario festgeschrieben und auch nie veramtlicht worden. Das bedeutet, dass es den Begriff „Verdines“ für die Fraktion Verdins gar nicht gibt, dies wurde auch von Seiten des Landes bestätigt. Sowohl die rechtlichen Gutachten, welche durch die Gemeinderätin Myriam Atz Tammerle der Gemeindeverwaltung übergeben wurden, als auch die Unterstützung der Verdinser Bevölkerung haben bewirkt, dass der pseudoitalienische Name nun gestrichen wurde. Die Ortsschilder von der Gemeinde wurden bereits ausgetauscht und das faschistische Verdines ist somit endgültig Geschichte.

Laut „Prontuario dei nomi locali dell’ Alto Adige“ müsste die „italienische“ Version „Verdìns“ heißen. Der Begriff „Verdines“ ist laut Prontuario von 1935 vielmehr die Italianisierung von Verdings (Fraktion der Gemeinde Klausen), das heute jedoch amtlich italienisch „Verdignes“ heißt. Sowohl „Verdines“ als auch „Verdignes“ sind Konstruktionen, die jeder sprachhistorischen Grundlage entbehre.

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT erhofft sich von dieser Aktion der Wiedergutmachung, dass auch weitere Gemeinden (wie Sankt Martin in Passeier, Kaltern, Sarntal) den Mut aufbringen, tolomeisch-faschistische Begriffe, die selbst im einzig amtlich verbindlichen Grundlagenwerk, dem „Prontuario“ von 1935 nicht verzeichnet sind, aus dem amtlichen Gebrauch zu entfernen.

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