Auf der Tagesordnung des Gemeinderates von Schenna stand die Behandlung eines Einwandes zu einem kürzlich genehmigten Beschluss. Jedem Bürger steht ganz legitim das Recht zu, innerhalb einer gegebenen Frist seinen Einwand zu einem gefassten Beschluss einzureichen. Anstatt sich objektiv über den Einwand zu beraten, zog es der Schenner Gemeinderat vor, sich über den Bürger, der in der Sitzung nicht anwesend war, durch abschätzige Äußerungen lustig zu machen. „Von einem Gemeinderat – dem höchsten Gremium einer Gemeinde, sollte mehr Objektivität erwartet werden können. Es geht nicht an, dass ein Bürger persönlich angegriffen und verspottet wird!“, so Myriam Atz Tammerle bestürzt.
„Jedem Bürger, der den Mut aufbringt, auf mündliche oder schriftliche Weise seine Anliegen oder Einwände zu äußern, gebührt großer Respekt. Durch ein Verhalten, wie oben angeführt, wird ein Bürger auf gemeinste Art und Weise entmündigt. Er wird davon abgehalten, von seinem, ihm zustehenden Recht Gebrauch zu machen“ so Gemeinderätin Myriam Atz Tammerle empört.

Myriam Atz Tammerle
Gemeinderätin der Südtiroler Freiheit
in Schenna