Mit Myriam Atz Tammerle aus Schenna und Dietmar Rainer aus Naturns war auch die Südtiroler Freiheit unter den dreizehn Kandidaten bei der Podiumsdiskussion des LVH vertreten. Zu Beginn der Podiumsdiskussion hatten alle Landtagskandidaten die Möglichkeit den Mitgliedern des LVH ihre Themenschwerpunkte zu erläutern. In einer Fragerunde konnten die Kandidaten dann zu einem vorgegebenen Thema Stellung nehmen.

Die Südtiroler Freiheit Kandidatin Myriam Atz Tammerle wies auf die unzumutbaren Steuer- und IMU Belastungen der Betriebe, sowie auf die knappen Löhne der Handwerker hin. Durch eine Pauschalbesteuerung könne wieder rentabel gewirtschaftet und in die Weiterentwicklung der Betriebe investiert werden.  Diese Investitionen sind wichtig, um die hohe Qualität des Südtiroler Handwerks weiterhin zu halten und wettbewerbsfähig zu bleiben. Sowohl Betriebe, als auch Arbeitsplätze hätten damit eine gesicherte Zukunft. Deshalb sei es wichtig, dass sich Südtirol durch die Selbstbestimmung vom italienischen Staat loslöst, um diese Dinge zukünftig selbst regeln zu können. Damit würde wieder ein gesunder Kreislauf in der Südtiroler Wirtschaft entstehen.

Ein weiteres Hauptproblem der Betriebe stelle der enorme bürokratische Aufwand dar. Dabei wiesen die anwesenden Handwerker darauf hin, dass bereits seit etlichen Jahren von Bürokratieabbau gesprochen werde, jedoch in Wirklichkeit kommen jedes Jahr mehr Zettel hinzu.

Myriam Atz Tammerle regte an, durch das Vereinfachen von formellen Abläufen und durch den verstärkten Einsatz von technischen Mitteln könnte dem Bürokratieaufwand entgegengewirkt werden. Sämtliche Betriebsdaten, Lohnstreifen, Stundenregister, Buchhaltung und Zahlungen werden heutzutage bereits online abgespeichert und sind bei den Wirtschaftsberatern oder zuständigen Verbänden jederzeit abrufbar. Selbst die Finanzwache könne doch über die jeweiligen Wirtschaftsberater in die betrieblichen Unterlagen einsehen. Damit würden sich Finanzkontrollen direkt in den Betrieben erübrigen, wo man derzeit ohnehin schon unzählige Betriebskontrollen über sich ergehen lassen muss. Zudem benötige es auch nicht mehr so viele Finanzbeamte, so Myriam Atz Tammerle abschließend.