Die Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Myriam Atz Tammerle ist empört: „Mit ihren Polemiken rund um den landesüblichen Empfang von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker haben die Italiener ihr wahres Gesicht gezeigt!“

Atz Tammerle wörtlich: „Es geht nicht an, dass die deutsche und ladinische Volksgruppe in Süd-Tirol immer zurückstecken muss – sei es beim Gebrauch der Muttersprache in der Kommunikation mit staatsnahen Behörden wie INPS, Inail, Agentur der Einnahmen, Carabinieri, Post, Telecom, sei es bei italienischen Zwangsübersetzungen in der faschistischen Orts- und Flurnamengebung – und dass umgekehrt sich die Süd-Tiroler für ihre Traditionen bei den Italienern fast schon entschuldigen müssen.“

Insbesondere beanstandet die Landtagsabgeordnete den an den italienischen Innenminister Angelino Alfano gerichteten Brief, in dem sich sich die italienische Regierungskommissarin Elisabetta Margiacchi den italienischen Medien zufolge über den landesüblichen Empfang echauffiere:

Allein die Tatsache, dass dieser Brief gesendet wurde, erinnert an Zustände wie in den 1950er Jahren und zeigt, dass der italienische Nationalismus in Süd-Tirol nach wie vor lebt. Das Regierungskommissariat ist völlig überflüssig und gehört, wie bereits in der Vergangenheit von der Süd-Tiroler Freiheit gefordert, abgeschafft. Doch zunächst wollen wir mit einer Landtagsanfrage den genauen Inhalt des Briefes in Erfahrung bringen, ebenso, ob im Brief über Süd-Tirol üble Nachrede betrieben wird, und ob dies im Interesse der Landesregierung sein kann. Überhaupt stellt sich die Frage, ob das Regierungskommissariat tatsächlich befugt ist, politische Kommentare von sich zu geben.“

Speziell von der Süd-Tiroler Volkspartei wünscht sich Atz Tammerle mehr Rückgrat: „Doch diese zieht es vor, nur noch die Interessen Roms zu vertreten und die Süd-Tiroler zu verraten. Der beste Beweis dafür ist das unverantwortliche Ja der SVP zur Verfassungsreform!“

L.-Abg. Myriam Atz Tammerle
Süd-Tiroler Freiheit