Laut „UNRIC“ (Regionales Informationszentrum der Vereinten Nationen für Westeuropa) werden bis zu 70% aller Frauen im Laufe ihres Lebens Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt, das bedeutet, jede dritte Frau ist betroffen.

Zahlreiche Frauen leiden lebenslang an den Folgen körperlicher Gewalt, Vergewaltigung, Zwangsheirat oder Vaginalverstümmelungen. Doch auch seelische oder finanzielle Unterdrückung von Frauen zählen zu Gewalttaten. Viele dieser missbrauchten Frauen tragen ihr erlebtes Leid lebenslang als Geheimnis mit sich herum. Oftmals sind die betroffenen Frauen derartig traumatisiert, dass sie kein „normales“, freies Leben mehr führen können. Die Täter bleiben meist unerkannt oder werden, wenn überhaupt, zu mild bestraft.

Der internationale Gedenktag gegen Gewalt an Frauen soll als Symbol der Warnung an all jene gerichtet sein, die in ihrem Leben jemals gewagt haben, einer Frau Gewalt zuzufügen. Dieser Tag soll aber auch ein Aufruf an all jene Frauen sein, die Opfer von Gewalt geworden sind, den Mut aufzubringen, Hilfe zu suchen.

„Keine einzige Frau auf dieser Welt ist dazu verbannt, seelische, körperliche oder sexuelle Gewalt wehrlos über sich ergehen lassen zu müssen,“ unterstreichen die Frauen der Süd-Tiroler Freiheit.

 

L.-Abg. Myriam Atz Tammerle
Frauensprecherin der Süd-Tiroler Freiheit